Geschichte

Die Emmericher Loge

In Emmerich haben die Truppen Herzog Ferdinands von Braunschweig 1758 erste freimaurerische Spuren hinterlassen. Für eine Gründung der Loge unmittelbar nach Abschluss des Hubertusburger Friedens 1763 ist ihr Name PAX INIMICA MALIS signifikant. Ein Dokument fehlt jedoch. Erst 1766 weisen zwei Schriftstücke auf die Tätigkeit der örtlichen Loge hin. Obwohl zu Preußen gehörend erbitten die in Emmerich lebenden Brüder 1771 von der niederländischen Großloge ein Konstitutionspatent. Dieser Vorgang weist auf die enge sprachliche und kulturelle Verflechtung des Niederrheins mit dem benachbarten Holland hin. Das Ersuchen muss aus staatspolitischen Gründen abgelehnt werden. Das veranlasst die Emmerich er in einem erneuten Antrag einen Trick anzuwenden: sie geben · s-Heerenberg als ambulanten Logensitz an. Sie haben Erfolg. Doch dann folgen unruhige Jahre, die in der Entwicklung der europäischen Freimaurerei ihre Ursachen haben. Erst 1779 haben sich die Verhältnisse stabilisiert. 
Die neu gewonnene Festigkeit findet ihren Ausdruck in dem nunmehr als Gründungstag der Loge geltendem Datum vom 09.12.1779. Es wird sowohl in einem erhalten gebliebenem Rednerabzeichen wie auch in einem Protokollbuch dieser Zeit dokumentiert. Aufgrund eines königlichen Ediktes muss die Loge aber 1798 der preußischen Großloge Royal York beitreten. Trotz des Übertritts bleibt die Verbundenheit mit zahlreichen niederländischen Logen unbeschädigt. Dies erweist sich erneut, als die 1935 aufgelöste Loge 1958 reaktiviert werden soll, doch erst 1969 kommt es zur Neugründung und zum Anschluss an die Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland.